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Warum ich meine Videos selbst hoste

Seit knapp einem Jahr hoste ich meine Videoarbeiten auf meinem eigenen Server – und ich bereue es keinen Moment. Dieser Artikel ist kein technisches Manifest, sondern eine persönliche Reflexion über Kontrolle, Vertrauen und die Frage, wem unsere Inhalte eigentlich gehören.

Das Problem mit Plattformen

Wenn ich ein Video auf YouTube hochlade, akzeptiere ich Nutzungsbedingungen, die sich jederzeit ändern können. Meine Arbeit wird analysiert, kategorisiert, bewertet – und mir dann mit einer Portion Werbung zurückgespielt. Die Plattform bestimmt, wer meine Arbeit sieht, in welchem Kontext und zu welchem Preis.

Das ist für Unterhaltung vielleicht in Ordnung. Für Arbeiten, die ich ernst nehme, nicht.

Was «selbst hosten» konkret bedeutet

Ich verwende einen Hetzner-Server in Deutschland und speichere meine Videos als MP4 und WebM direkt. Im Frontend: ein einfaches `<video>`-Element, keine externe JavaScript-Bibliothek, kein Tracking-Pixel. Der Browser spielt ab, die Daten bleiben bei mir.

```html
<video controls preload="metadata" poster="cover.jpg">
<source src="/videos/werk.mp4" type="video/mp4" />
<source src="/videos/werk.webm" type="video/webm" />
</video>
```

Das ist es. Kein Loader, kein SDK, kein Consent-Banner für Drittanbieter.

Die Kompromisse

Ich werde keine globale Reichweite über Algorithmen gewinnen. Mein Server kostet monatlich etwas. Und ich muss mich selbst um Backups kümmern.

Das nehme ich in Kauf. Denn was ich dafür bekomme, ist Klarheit: Ich weiss genau, wer wann was anschaut – weil ich die Logs selbst verwalte und keine Daten an Dritte abfliessen.

Fazit

Digitale Souveränität ist kein Absolutismus. Es geht nicht darum, alles selbst zu bauen. Aber es geht darum, bewusste Entscheidungen zu treffen. Für meine Videoarbeiten habe ich diese Entscheidung getroffen – und ich empfehle jedem, der Inhalte ernsthaft betreibt, darüber nachzudenken.